Chrome-Erweiterungen verursachen normalerweise nicht viel Drama, aber die Add-Ons eines Unternehmens scheinen viel Ärger zu bereiten. Das Wallstreet Journal hat erfahren, dass Google „schwere Strafen“ gegen den Internetgiganten IAC (InterActive Corp) wegen angeblich irreführender Praktiken in seinen Chrome-Erweiterungen erwägt. Berichten zufolge versprechen die Browser-Extras Funktionen, die niemals verfügbar sind, Nutzer auf zusätzliche Anzeigen hinweisen oder Benutzer sogar dazu verleiten, diese zu installieren.

Berichten zufolge ergab eine Google-Prüfung, dass einige der Abstimmungsanzeigen von IAC nicht nur Nutzer zu Wählerinformationen führten, sondern auch die Ask.com-Symbolleiste installierten und die Standardhomepages der Nutzer änderten. IAC schaltete diese Anzeigen auch dann weiter, wenn Google dem Unternehmen sagte, es solle aufhören.

Das gesamte Spektrum möglicher Strafen ist nicht klar, aber laut Google erwägt Google, sie zu verbieten WSJ Quellen und durchgesickerte Dokumente. Google hat bereits fünf IAC-Erweiterungen abgeschafft, aber es gibt erheblich mehr, die angesichts eines Verbots ausfallen könnten.

Der Google-Sprecher Scott Westover sagte, das Unternehmen habe die verbleibenden Erweiterungen von IAC „überprüft“, aber keine Entscheidungen getroffen, was als nächstes zu tun sei.

Valerie Combs von IAC warf Google jedoch vor, wettbewerbswidrig zu sein. Die Sprecherin behauptete, Google habe seinen Status missbraucht, um sein Browser-Geschäft auf die „letzte kleine Ecke des Internets“ zu verkleinern, und versuchte, es zu beenden. IAC besitzt die MyWay-Suchmaschine, obwohl die Website Anzeigen und Ergebnisse von Google verwendet.

Der Streit kommt zu einem für Google heiklen Zeitpunkt. Es steht vor einem Kartellverfahren des Justizministeriums wegen Vorwürfen, dass es seine führenden Positionen in Anzeigen und Suchanfragen missbraucht hat. Dies wird die Klage zwar nicht unbedingt verzerren, die IAC könnte jedoch auf den DOJ-Fall als Unterstützung verweisen.

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