Die 329 US-Dollar teure Sense-Smartwatch von Fitbit wurde gerade von der FDA (und der EU-Aufsichtsbehörde) für ihre Elektrokardiogramm-App (EKG) zugelassen. Wenn das Wearable „Advanced Health“ im Oktober dieses Jahres eintrifft, kann es Herzrhythmen für Vorhofflimmern (AFib) bewerten.

AFib ist eine Herzerkrankung, von der weltweit mehr als 33,5 Millionen Menschen betroffen sind und die schwerwiegende Komplikationen, einschließlich Schlaganfall, aufweist. Der Zustand ist bekanntermaßen schwer zu erkennen, da das Herz nicht immer einen abnormalen Rhythmus aufweist, wenn sich ein Patient in der Arztpraxis befindet. Eine Studie zur Bewertung des Fitbit-Algorithmus ergab, dass 98,7 Prozent der AFib-Fälle erkannt werden konnten.

Fitbit

Laut Fitbit ist die AFib-erkennende Sense-Smartwatch Teil ihres größeren Engagements für Innovationen im Bereich der Herzgesundheit. In diesem Frühjahr startete das Unternehmen seine erste groß angelegte Studie zur Erkennung unregelmäßiger Herzschläge. Es wird Daten von Hunderttausenden von Teilnehmern verwenden, um seinen AFib-Algorithmus zu verfeinern. In der Zwischenzeit wird Sense auch mit dem weltweit ersten EDA-Sensor (Electrodermal Activity) geliefert, mit dem Benutzer Stress bewältigen und die Hauttemperatur am Handgelenk messen können.

Fitbit ist nicht der Einzige, der versucht, die AFib-Erkennung zu verbessern. Die FDA hat kürzlich einen AFib-Erkennungsalgorithmus genehmigt, der von Eko, Hersteller des digitalen DUO-Stethoskops, entwickelt wurde. Die Move-EKG-Smartwatch von Withing wurde jedoch im bürokratischen Aufwand aufgehängt. Die Uhr hat keine FDA-Zulassung erhalten und wird erst in den USA verkauft.

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